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03/2026 | Du investierst Budget in Google Ads, die Klicks kommen rein, aber die hohen Kosten pro Klick (CPC) belasten dein Werbebudget? Viele Digital Marketer:innen übersehen den mächtigsten Hebel für profitable Kampagnen: den Quality Score.
In diesem Beitrag erfährst du, was hinter dieser Kennzahl steckt, wie sie deine Kosten sichtbar senken kann und warum du sie als Wegweiser für Optimierungen im Konto statt als starres Ziel betrachten solltest.
Einfach erklärt ist der Quality Score (QS) eine von Google vergebene Note für die Relevanz und Qualität deiner Anzeigen, Keywords und Landing Page. Er wird auf einer Skala von 1 bis 10 gemessen, wobei 10 die bestmögliche Bewertung darstellt.
Doch warum ist das wichtig? Google möchte seinen User:innen die bestmögliche Erfahrung bieten. Wer relevante Anzeigen schaltet, wird von Google belohnt. Ein hoher Qualitätsfaktor sorgt dafür, dass deine Anzeigen auf höheren Positionen erscheinen und das oft zu einem deutlich niedrigeren Preis als bei der Konkurrenz. Der QS ist also dein Ticket zu mehr Effizienz.
Um den QS besser zu verstehen, müssen wir uns das Auktionsmodell von Google näher ansehen. Jedes Mal, wenn eine Suchanfrage gestellt wird, findet eine Auktion statt. Dabei entscheidet nicht allein das höchste Gebot, wer ganz oben steht.
Google nutzt den sogenannten Anzeigenrang, um die Position deiner Anzeige zu bestimmen – vereinfacht ausgedrückt gilt die folgende Formel:
Anzeigenrang = Max. CPC-Gebot x Qualitätsfaktor
Das bedeutet, wenn deine Anzeige eine hervorragende Qualität hat (z.B. QS 9), kannst du einen Mitbewerber mit einem QS von 2 selbst dann überholen, wenn dieser das Dreifache pro Klick bietet.
Ein hoher QS ist nicht ein reiner “Eitelkeitswert”. Er hat direkte Auswirkungen auf den Erfolg der Suchkampagnen:
Nehmen wir folgendes Szenario als Beispiel: Du schaffst es, deinen QS von 3/10 auf 7/10 zu erhöhen. In der Praxis kann dies deine Klickkosten um bis zu 50 % senken. Während du bei einem schlechten QS von 3 vielleicht 2,00 € zahlst, um auf Seite 1 zu erscheinen, zahlt dein:e Konkurrent:in mit einem QS von 7 für dieselbe Position eventuell nur 0,80 €. Auf den Monat gerechnet macht das den Unterschied zwischen einem “verbrannten” Budget und einer profitablen Kampagne.

Beispiel eines Auktionsverfahrens
Google schlüsselt den Qualitätsfaktor in drei Teilbereiche auf. Wenn man den Quality Score optimieren will, muss man an genau diesen Schrauben drehen:

Beispiel eines Account Quality Scores von Adalysis

Beispiel eines Ad Group Quality Scores von Adalysis
Hier schätzt Google ein, wie wahrscheinlich es ist, dass User:innen auf deine Anzeige klicken. Es geht rein um die Wahrscheinlichkeit, nicht um die tatsächlichen Klicks. Eine niedrige CTR signalisiert Google, dass User:innen deine Anzeige als irrelevant empfinden
Dein Hebel: Ein oft unterschätzter Hebel für die CTR sind Ausschlüsse der Keywords. Durch das konsequente Hinzufügen von negativen Keywords verhinderst du, dass deine Anzeige bei irrelevanten Suchanfragen erscheint (z.B. “sanierungsbedürftig”, wenn du ein Neubauprojekt bewirbst). Weniger irrelevante Impressionen bei gleichbleibenden Klicks bedeuten eine höhere Klickrate und damit ein besseres Signal an Google.
Erhöhe den Klickreiz, indem du deine Anzeigentitel und -texte nachschärfst. Setze klare Handlungsaufforderungen (CTA) wie z.B. “Jetzt vormerken lassen” oder verwende emotionale Trigger wie “Finden Sie Ihre Traumwohnung“, um deine Werbeanzeigen attraktiver zu gestalten und die Wahrscheinlichkeit für einen Klick auf die Anzeige zu erhöhen.
Quick Win: Arbeite mit Anzeigenerweiterungen. Nutze Sitelinks, Callouts und Snippets. Sie vergrößern die Fläche deiner Anzeige und erhöhen die Wahrscheinlichkeit eines Klicks sofort, ohne dass du den Anzeigentext komplett umschreiben musst.
Passt deine Anzeige inhaltlich zu dem Keyword, das die Auktion ausgelöst hat?
Dein Hebel: Die richtige Struktur für hohe Relevanz. Um den QS konstant hoch zu halten, empfehlen wir eine saubere Kontostruktur. Der effektivste Weg sind thematisch sehr eng gefasste Anzeigengruppen.
Statt 50 verschiedene Keywords in eine Anzeigengruppe zu werfen, solltest du diese in kleinere Themencluster unterteilen. Sucht jemand nach „Eigentumswohnung in Wien“ und „Mietwohnung in Wien“, sollten das zwei verschiedene Anzeigengruppen sein. So kannst du spezifische Anzeigen schreiben und eine hohe Relevanz der Anzeigen erzielen.
Quick Win: Überprüfe, ob dein Haupt-Keyword im Titel und der Beschreibung deiner Anzeige vorkommt. Das klingt simpel, ist aber der stärkste Hebel für die Relevanz. Wenn jemand nach „Mietwohnung in Wien“ sucht, sollte genau dieser Begriff in der Anzeige stehen.
Google bewertet, was passiert, nachdem User:innen auf die Anzeige klicken. Ist die Seite schnell, mobil optimiert und bietet sie schnell die versprochenen Informationen? Hier geht es um Nutzerfreundlichkeit und Transparenz auf der Landing Page. Eine hohe Absprungrate oder eine extrem kurze Verweildauer signalisieren Google, dass der:die User:in hier nicht gefunden hat, was versprochen wurde oder die Landing Page nicht optimal ist.
Dein Hebel: Die absolute Grundvoraussetzung, damit Google eine Seite als hochwertig einstuft, ist die technische Komponente der Landing Page. Schnelle Ladezeiten und eine intuitive mobile Bedienbarkeit der Website ist ein Muss.
Eine gute Landing Page spiegelt das Angebot deiner Anzeige wider. Um dieses „Hier-bin-ich-richtig“-Gefühl bei User:innen zu erzeugen, sollte die Landing Page die wichtigsten Keywords der Anzeige aufgreifen.
Du kannst die User Journey zusätzlich durch gezielte “Trust-Signale” stärken: Ergänze Gütesiegel (z.B. Trusted Shops), Kundenbewertungen oder Referenzen auf deiner Website, um das Vertrauen der User:innen zu stärken.
Quick Win: Der einfachste Test für jede:n Digital Marketer:in ist der Mobile-Check und Ladezeit. Nutze Tools wie z.B. Google PageSpeed Insights, um deine Landing Page zu überprüfen. Wenn deine Seite länger als 3 Sekunden lädt oder auf dem Smartphone schwer bedienbar ist, wirkt sich das negativ auf deinen Quality Score aus. Ergänze außerdem einen klaren Call-to-Action im sichtbaren Bereich.

Beispiel eines Google PageSpeed Scores
Rund um den Quality Score ranken sich viele Legenden. Räumen wir mit den hartnäckigsten auf:
Mythos 1: Der QS ist ein direktes Gebotssignal
→ Falsch. In der Echtzeit-Auktion nutzt Google weitaus mehr Signale (Budget, Userstandort, Gerät, …), als der QS von 1-10 im Konto anzeigt. Der Wert im Konto ist eher eine historische Zusammenfassung.
Mythos 2: Die Kontostruktur beeinflusst den QS direkt
→ Jein. Eine gute Struktur (z.B. enge Anzeigengruppen) verbessert die Relevanz deiner Texte, was wiederum den QS steigert. Die Struktur an sich ist aber kein technischer Rankingfaktor.
Mythos 3: Höhere Gebote verbessern den Quality Score
→ Falsch. Der Quality Score ist ausschließlich eine qualitative Metrik. Ein höheres Gebot verbessert zwar deinen Anzeigenrang, hat aber keinen direkten Einfluss auf die Berechnung deines QS. Google trennt das Gebot strikt von der Relevanz.
Mythos 4: Die Umstellung des Keyword-Match-Types beeinflusst direkt den QS
→ Jein. Es gibt einen indirekten Effekt. Da „Exact Match“ in der Regel eine deutlich höhere Klickrate erzielt, weil die Anzeige präziser zur Suchanfrage passt, verbessert sich dadurch oft die „Erwartete Klickrate“. Der Match-Type selbst ist Google egal, die daraus resultierende Relevanz und Nutzerinteraktion hingegen nicht.
Mythos 5: Man muss zwingend einen QS von 10/10 anstreben
→ Jein. Natürlich ist ein QS von 10 das theoretische Ideal. In den meisten Branchen gilt ein Score von 7 bis 9 jedoch bereits als ausgezeichnetes Ergebnis, das für sinkende Klickkosten und hohe Wirtschaftlichkeit sorgt. Der zusätzliche Aufwand, um von einer 9 auf eine 10 zu kommen, steht oft in keinem nennenswerten Verhältnis zum tatsächlichen Nutzen.
Bei otago verstehen wir den Quality Score nicht als isoliertes Ziel, dem man um jeden Preis nachjagen muss. Eine perfekte Bewertung von 10/10 ist zwar ein Qualitätsmerkmal, verliert jedoch an Bedeutung, wenn die Conversion-Rate nicht Schritt hält. Am Ende zählt für uns der geschäftliche Erfolg, nicht nur ein hoher Qualitätsfaktor im Konto.
Wir nutzen den QS als Diagnose-Tool. Wenn wir sehen, dass ein wichtiges Keyword nur einen QS von 4 hat, wissen wir genau, wo wir ansetzen müssen. Ist die Landing Page das Problem? Oder passen Anzeige und Suchbegriff nicht zusammen? Er hilft uns, Ineffizienzen aufzuspüren, damit dein Budget dort landet, wo es die größte Wirkung erzielen kann.
Der Google Ads Quality Score ist ein wichtiger Hebel und ein entscheidender Faktor für deine Suchkampagnen. Relevanz wird belohnt und wer nur auf hohe Gebote setzt und die Qualität vernachlässigt, zahlt am Ende drauf. Indem du dich auf die drei Kernkomponenten – Klickrate, Relevanz und Landing Page – konzentrierst, senkst du deine Kosten nachhaltig und steigerst deine Sichtbarkeit.
Jetzt starten: Sie wollen Ihre Google Ads an die Spitze bringen? Wir unterstützen Sie bei der Optimierung des Google Ads Quality Scores.

Autor
Marija Özer ist seit 2024 SEA Consultant bei otago und unterstützt Kund:innen aus den unterschiedlichsten Branchen dabei, mit durchdachten Google Ads Kampagnen mehr Sichtbarkeit und Performance zu erzielen – dabei kombiniert sie analytisches Know-how mit kreativen Ideen. In ihrer Freizeit findet man sie auf Entdeckungstour durch neue Wiener Cafés.
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