SEO-Crashkurs 5: Die Phasen der Suche – so wird online gesucht und gefunden

Back to the Basics – womit wir uns täglich beschäftigen, ist für andere vielleicht noch ein Mysterium. Damit sich das ändert, haben wir die wichtigsten Grundlagen zu unserem Herzensthema Suchmaschinenoptimierung zu einer Artikelserie verarbeitet. Wir präsentieren: den Otago SEO-Crashkurs.

 

Teil 5: Die Phasen der Suche – so wird online gesucht und gefunden

‘tschuldigen Sie, wo finde ich hier …?

Wenn potenzielle KundInnen Bedarf haben, ist für Sie DER Zeitpunkt, um sichtbar zu sein. Diese Momente erwischt man auf Google & Co. – denn ausgedrückt wird der Bedarf oft durch eine Suche.

Wir erklären diesmal, wie online gesucht und gefunden wird und wie Sie Ihre Zielgruppen mit den richtigen Inhalten ansprechen.

 

 

Was und wie wird gesucht?

Wenn Sie wissen, wie und wonach Menschen online suchen, können Sie Ihre Website-Inhalte optimal danach ausrichten.

Tippt jemand eine Suchanfrage in Google, hat er oder sie in der Regel Informationsbedarf.

“Was kostet …”, “Produktvergleich Waschmaschine”, “Installateur Linz”, “Werbeagentur Wien” … im B2C sowie B2B suchen Menschen online nach Antworten. Sie bzw. Ihre Website ist relevant, wenn Sie passende Inhalte zu den Fragen der Zielgruppen präsentieren. Die Antwort lautet dann zum Beispiel: “ICH bin Ihr Installateur in Linz – rund um die Uhr Notservice inklusive”.

Ihre Website als wichtiger Vertriebskanal liefert Antworten und zugleich ein Angebot. Deshalb gilt: mit den Website-Inhalten sollten Sie auf die Nachfrage und Informationsbedarf der Zielgruppen eingehen. Gefunden werden ist die Devise, die Konkurrenz ist nur einen Klick entfernt.

Deshalb gilt es herauszufinden, was Menschen, die auf Ihrer Website landen sollen, wissen wollen.

Keywords, Suchphrasen & Co.

Für jede Branche gibt es relevante Keywords und Suchphrasen, nach denen gesucht wird. Die sollten Sie kennen und auf Ihrer Website sinnvoll platzieren, damit man Sie dafür findet.

Möchte jemand einen Produktpreis herausfinden, stellt er der Suchmaschine eine andere Frage, als jemand, der wissen möchte, was man bei einem zerkratzten Parkettboden tut oder wo der nächste verlässliche Installateur ist.

“Was kostet eine Miele Waschmaschine”
“Parkett zerkratzt was tun”
“Installateur Notservice Linz”

Diese Informationen sollten Sie für Ihren Fachbereich auf Ihrer Website unbedingt platzieren. Denn: worüber man nicht schreibt, dafür kann man auch nicht gefunden werden.

Keywords alleine genügen aber nicht, um die Aufmerksamkeit zu gewinnen. Überzeugen können Sie, wenn Sie gezielt und differenziert auf die Fragen Ihrer (potenziellen) Kunden gezielt eingehen. Je nachdem, wo der potenzielle Kunde in seiner Suche gerade steht, hat er unterschiedliche Fragen.

 

Die 4 Phasen der Suche

Vor einem Kauf durchläuft ein potenzieller Kunde vier Phasen – für die Suche sind vor allem die Phasen 2 – 3 relevant. Für jede Phase sollten Sie Inhalte auf Ihrer Website bieten.

Achtung: Der Bedarf (Phase 1) wird in den allermeisten Fällen außerhalb geweckt und kann daher durch die Suchmaschine nicht abgedeckt werden. Hier spielen Google Display Werbung, Social Media Werbeanzeigen & Co. eine größere Rolle.

 

Praxisbeispiel: Inhalte für alle 4 Phasen

Ein einfaches Beispiel: Parkettboden kaputt – was tun?

Phase 1: Durch ein Problem – einen kaputten Parkettboden – wird ein Bedarf geweckt (nach einem nicht kaputten, schönen Parkettboden).

In Phase 2 wird nach Lösungsmöglichkeiten gesucht: „Parkettboden zerkratzt was tun“ wäre eine mögliche Sucheingabe. Auf der Website sollte man dazu passend erklären, was zu tun ist (nämlich den Parkettboden zu schleifen) und welche Möglichkeiten es gibt (DIY, einen Profi beauftragen, …). Der Seitenbesucher erhält Antwort auf die Frage, OB etwas und WAS möglich ist.

Hat er einen Überblick und kennt die Optionen, geht er in Phase 3 über – den Lösungsvergleich.

Nun möchte der potenzielle Kunde herausfinden, welche die für ihn beste Lösung ist. Als professioneller Dienstleister sollten Sie hier die Vorteile aufzeigen und auf das eigene Angebot hinweisen. Überzeugt man mit den Inhalten, wandert der User in Phase 4 – und wird dort idealerweise zum Kunden.

Für Phase 4 ist es wichtig, einen Call to Action zu platzieren und das Buchen der Leistung oder die Bestellung des Produktes nicht durch unnötige Hürden zu stoppen. Nicht vergessen: nicht unbedingt durchläuft ein Kunde alle vier Phasen auf Ihrer Website. Sucht er konkret Ihren Firmennamen in Kombination mit Ihrer Leistung, sollten dem Abschluss keine Probleme wie unauffindbare Kontaktdaten, eine komplizierte Abwicklung im Webshop oder Fehlerseiten-Einbahnen durch schlechte interne Verlinkungen im Weg stehen.

Steigt jemand direkt über die Suche Ihres Firmennamens auf die Website ein, ist die Chance für den Abschluss schon groß – die sollte man sich nicht entgehen lassen!

 

Das Parkettboden-Beispiel zeigt, wie man auf unterschiedlichen Informationsbedarf mit passenden Inhalten reagieren kann. Natürlich gibt es je nach Branche und Ziel der Website individuelle Wege, Antworten zu liefern.

Achten Sie darauf, dass Seiteninhalte durch eine gute technische Basis und gute Usability der Website unterstützt werden. Sonst riskieren Sie, gerade in der letzten Phase – kurz vor dem Abschluss – zu verlieren.

 

So starten Sie Ihre Keyword-Recherche

Überlegen Sie, welche Information über Ihr Angebot in den einzelnen Phasen relevant ist. Was wollen Ihre Zielgruppen wann wissen? Unser Tipp: gehen Sie ins Detail.

Stehen Sie in Kundenkontakt, wissen Sie am besten, welche Fragen Ihnen Ihre KundInnen immer stellen – und gehen Sie darauf schon auf Ihrer Website ein. Was Kunden Sie im direkten Kontakt fragen, wird auch online gesucht.

Auch in Google selbst bekommen Sie Hinweise auf den Informationsbedarf: durch die Auto-Vervollständigung eerhalten Sie bereits während des Eintippens Ergebnisse. Die Suchmaschine versucht, die Suchintention einzuschätzen. Zusätzlich werden häufig gesuchte Begriffe und Phrasen eingeblendet, die dabei helfen sollen, das Resultat zu konkretisieren. Viele nutzen diese Vorschläge und klicken darauf, statt selbst fertig zu tippen.

Ideen für Inhalte bringen auch die ähnlichen Suchanfragen, die unter den organischen Ergebnissen aufscheinen:

Gibt jemand eine längere Suchphrase mit mehreren Spezifikationen ein (zum Beispiel „Therme Notdienst Vaillant 1020“) spricht man von einer Longtail-Suche (Siehe dazu Crashkurs 4 – die wichtigsten SEO-Grundbegriffe). Schreibt man über diese Detail-Themen, spricht man wenige Personen, diese dafür aber sehr konkret an.

Auch Foren liefern oft wichtige Hinweise, was Menschen rund um Ihre Leistung oder Produkte wie Ihres wissen möchten.

 

Hands On: Fragen in Website-Inhalte umwandeln

Nutzen Sie diese Hinweise und erstellen Sie passende Inhalte. Und denken Sie daran, auch die für Ihre Branche relevanten Keywords und Suchphrasen einzubauen. Es gilt, auf die Vielfalt der Fragen zu reagieren und ebenso vielfältige Inhalte zu präsentieren – und damit Ihre KundInnen zu erreichen.

Gut informierte Interessenten sind bereit, eine Kaufentscheidung zu treffen. Insbesondere bei komplexen Dienstleistungen und Produkten entscheiden KundInnen in der Regel nur dann, wenn sie sich bereits vorab über die wichtigsten Fragen und Themen informieren konnten.

„Googlen“ Sie in einem ersten Schritt Ihre wichtigsten Keywords und achten Sie auf die Suchbegriff-Vorschläge. So beginnen Sie damit, auf die Fragen Ihrer Zielgruppen einzugehen und die Inhalte auf sie zuzuschneiden. Step by Step können Sie so Ihre Inhalte optimieren – und so mehr Umsatz über ihren digitalen Vertriebskanal generieren.

 

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Praxis-Tipp VIII: Suchverhalten und Micro-Moments

Mehr zum Thema Suchverhalten, „Such-Momente“, ihre Relevanz im Marketing und ihre Rolle in der mobilen Suche , gibt es auf ThinkWithGoogle

 

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