Winzer Digitalreport 2018 – Summary

30.5.2018 | Das Thema Onlinemarketing ist heute aus kaum einer Branche wegzudenken. Im Bereich Genuss und Kulinarik werden Social-Media-Kanäle schon stark genutzt, um Marken zu positionieren und authentisch bei den Zielgruppen anzukommen. Facebook ist dabei ein besonders erfolgreicher Kanal.

Der Digitalreport Winzer Österreich präsentiert die erfolgreichsten Winzerinnen und Winzer, Regionen und Bundesländer auf Facebook – und erklärt, warum Social Media Marketing für Weingüter jeder Größe ein erfolgreicher Marketingkanal ist.

 

Die Fragen

Wie stark ist die Facebook-Nutzung bei den österreichischen Winzerinnen und Winzern?

Welche Weinregionen sind in Facebook besonders stark? Welche Region führt bei der Fan-Anzahl, wer sind die Top-Betriebe pro Region?

Welches Bundesland liegt bei den Wein-Fans auf Facebook an der Spitze? Wo wird Facebook für das Weinmarketing am stärksten genutzt?

Top 5: Welche Österreichischen Weingüter haben die größte Fangemeinde auf Facebook?

Haben die größten Weingüter auch eine starke Facebook-Community? Oder gilt bei den Winzerinnen und Winzern „klein – aber oho“?

Anhand der in Falstaff gelisteten österreichischen Weingüter haben wir in manueller Recherche erhoben, welche Weingüter oder Winzer und Winzerinnen eine Facebookseite für den Betrieb nutzen.

 

Die Ergebnisse

57% 
der rund 1500 Winzer aus der Falstaff-Stichprobe haben eine eigene Facebook-Fanseite oder nutzen einen
persönlichen Account, um ihren Betrieb auf Facebook zu präsentieren.

Nur etwas mehr als die Hälfte der österreichischen Betriebe nutzt also Facebook. Die stärkste Nutzung ist mit 74% in der Steiermark, die Regionen Niederösterreich, Burgenland und Wien nutzen die Plattform aber alle zu über 50%.

Durchschnittlich die meisten Likes haben pro Weingut die Steirer, dicht gefolgt von den Wienern. Insgesamt sind es jedoch die niederösterreichischen Weingüter, die mit insgesamt 271.067 die meisten Likes für ihr Bundesland gesichert haben.

Die Regionen Neusiedlersee und Weinviertel haben die stärkste Facebook-Nutzung unter den regionalen Weingütern, mit 16% hat die Region Neusiedlersee österreichweit auch den größten Anteil an Likes.

Die Südsteiermark sichert sich den ersten Platz mit durchschnittlich 1.453 Fans pro Seite.

Klein aber oho – die beiden größten Weingüter haben auffallend kleine Fanzahlen. Das Weingut Bründlmayer belegt sowohl bei den Hektar, als auch bei der Fananzahl unter den größten Weingütern den dritten Platz.

Wenig überraschend ist Leo Hillinger auch österreichweit an der Spitze – er führt das Rennen um die meisten Likes mit großem Abstand. Auf den weiteren Stockerlplätzen finden sich das Weingut Hagn und Johann Kattus, mit etwas Abstand die Sektkellerei Szigeti und das Weingut Keringer.

 

 

Weingenuss und Facebook – worauf kommt es an?

In Social-Media-Kanälen beschäftigen sich Menschen nach wie vor mit Dingen, die sie gerne tun und interessieren. Für viele fällt der Weingenuss in genau diese Kategorie. Die beste Voraussetzung also, sich als Anbieter zu präsentieren und neue Kunden anzusprechen.

Der wichtigste Faktor dabei: Zeit. Denn ein guter Feed braucht, neben guten Ideen, laufend interessante Inhalte, um auch Fans zu generieren. Dabei kommt es auch auf die richtige Balance an – es gilt herauszufinden, welche Inhalte bei den Fans gut ankommen und guten Rücklauf generieren – und welche Postings sich weniger bewähren oder gar negative Reaktionen bewirken.

Plattformen wie Facebook lohnen sich also gerade für kleinere Betriebe mit einem geringen Marketingbudget. Denn gute Geschichten kann jeder Betrieb erzählen – die Zeit in ihre Präsentation auf Facebook zu investieren, zahlt sich aus. In Kombination mit einer informativen Website ist man im Onlinemarketing so gut aufgestellt und hilft den Kunden, zum eigenen Angebot zu finden.

Statement Armin Tement:
“Facebook ist für uns als Weingut die perfekte Möglichkeit, Informationen, Aktionen und Arbeitsschritte rasch und zeitgemäß direkt an unsere Kunden zu leiten. Man muss jedoch die perfekte Balance zwischen fachlich guten Infos und leicht überspitzten Inhalten finden, um immer interessant zu bleiben. Zu wenige Postings sind unbedeutend, macht man zu viele, drängt man sich den Fans auf.”

 

 

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