Studie zu Seitengeschwindigkeit und mobiler Benutzbarkeit von Immobilien Websites

14.8.2015 | Wie schneiden Österreichs und Bayerns Immobilien-Websites bei mobiler Nutzererfahrung und Seitengeschwindigkeit ab? Wir haben im August 2015 rund 2.800 Websites analysiert – die Ergebnisse sind ernüchternd.

Wir haben uns mit der Seitengeschwindigkeit einen für Suchmaschinen wichtigen Rankingparameter herausgegriffen und diesen für 1.747 Immobilienwebsites (Makler, Bauträger) aus Bayern und für 1.045 Immobilienwebsites aus Österreich analysiert.

Die Seiten wurden mittels des von Google öffentlich zur Verfügung gestellten Analysetools „PageSpeed Insights“ hinsichtlich der Parameter „mobile Nutzererfahrung“ und „Seitengeschwindigkeit“ verglichen.

„PageSpeed Insights“ wertet die Ergebnisse nach einem Punktesystem in drei Kategorien aus: Grün, Gelb und Rot. Im grünen Bereich landen nur Top-Performer, die im Gesamtscore auf mindestens 85 von 100 Punkten kommen. Wer im roten Bereich liegt, erfüllt nicht einmal ein Mindestmaß. Als mittelmäßig bis gut können Ergebnisse im gelben Bereich qualifiziert werden.

Schlechte mobile Nutzererfahrung

 

immostudie

Die Ergebnisse sind besonders bei den Seiten aus Bayern ernüchternd: Mehr als die Hälfte aller untersuchten Websites (53 Prozent) schneiden bei der „mobilen Nutzererfahrung“ nicht einmal durchschnittlich ab. Diese Seiten sind also nicht nur wesentlich langsamer, sondern mobil auch nur sehr eingeschränkt nutzbar.

In Österreich ist es mehr als jede dritte Immobilienwebsite (36 Prozent), die in die schlechteste Kategorie fällt, ein Drittel zählt aber auch zu den Top-Performern. Bei der „mobilen Seitengeschwindigkeit“ schneiden Österreichs Seiten dafür dürftig ab: Mehr als die Hälfte (56 Prozent) landet hier in der letzten Kategorie, in Bayern sind es 45 Prozent.

Die schlechte mobile Nutzbarkeit ist nicht nur für Seitenbesucher ärgerlich, sondern sie führt auch dazu, dass diese Seiten in Google schlechter platziert werden und in weiterer Folge weniger Besucher bekommen.

Mobile Version ist ein Muss

Wer 2015 noch keine mobile Website hat, ist gegenüber den Mitbewerbern sicherlich im Nachteil und lässt ungenutztes Potenzial brachliegen. Im Mai 2015 gab Google bekannt, dass in zehn Ländern (inklusive den USA und Japan) bereits mehr Google Suchanfragen mittels mobiler Geräte abgeschickt werden, als mittels Desktop-Geräten (Quelle: Searchengineland).

Dabei müssen beim Aufrüsten auf eine mobile Version nicht immer gleich aufwendige Änderungen vorgenommen werden. Selbst einfache Maßnahmen wie Bilder in einem optimierten Format abzuspeichern, würden bei vielen Seiten schon wesentlich zur Erhöhung der Geschwindigkeit beitragen.

Erfolgreich mit Responsive Design

Allerdings zeigen die Ergebnisse auch ganz deutlich: Seiten, die auf ein „responsive Design“ setzen, schneiden wesentlich besser ab. Der Begriff „responsive Design“ kommt aus dem Englischen und bedeutet auf Webseiten bezogen „sich anpassend, reagierend“.

Das Design der Webseite passt sich also dem jeweiligen Endgerät (PC, Laptop, Tablet oder Smartphone) an. Vereinfacht heißt dies: Die angewählte Seite erkennt, welches Gerät am anderen Ende wartet, und zeigt sich im passenden Design und in der richtigen Größe.

 Alle Daten der Studie zum Download als pdf

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