Studie: Pagespeed der Top 250 Unternehmen Oberösterreich 11/2019

19.11.2019 | Auch 2019 haben wir wieder einen Blick auf die Seitengeschwindigkeit der Top 250 Unternehmen in Oberösterreich geworfen. Beim Ergebnis 2019 ist nach wie vor Luft nach oben.

Bei den mobilen Websites haben sich die Resultate im grünen Bereich im Vergleich zu den Resultaten von 2018 von 5% auf 13% gesteigert. Über 90 Punkte erreichen 31 mobile Websites. Deutlich höher sind jedoch die Zahlen im gelben und im roten Bereich. 43% bilden das Mittelfeld, diese mobilen Websites erreichen zwischen 50 und 89 Punkten.

Im roten Bereich liegen 44% der mobilen Websites. Diese sind jene Seiten, welche einen Pagespeed-Score von unter 50 Punkten erreichen.

Besser sieht es bei den Desktopversionen im grünen Bereich aus: waren es 2017 nur 9%, 2018 schon 23% sind es jetzt schließlich 54%. Eine deutliche Steigerung, obwohl es mit der neuen Punkteskala schwieriger ist, zu den Top Performern zu zählen. Das Mittelfeld bleibt anteilig gleich: Im gelben Bereich liegen aktuell 40% der getesteten Seiten.

Auch der rote Bereich ist bei der Desktopversion wesentlich geringer als bei den mobilen Websites. Nur 6% erreichen weniger als 50 Punkte, was nur 15 Websites entspricht.

 

Nach wie vor gilt: Die Geschwindigkeit, mit der eine Website lädt ist in vielen Fällen ausschlaggebend für das Verweilen des Users auf der Seite. Gerade für mobile Besucher ist eine langsam ladende Seite ein Grund, sie sehr schnell wieder zu verlassen und eine Alternative anzuklicken.
In der Seitengeschwindigkeit liegt also viel Potenzial, den Seitenbesuch attraktiv zu gestalten – dessen sollten sich die Websitebetreiber unbedingt bewusst sein.

 

Pro-Tipp von Jan Königstätter:

Um den mobilen Anforderungen gerecht zu werden, sollte bei einem Web-Relaunch zuerst die mobile Version und danach die Desktopversion geplant und erstellt werden. So stellt man sicher, dass die Website am Handy auch gut benutzbar ist.

 

Das schlechte Ergebnis der mobilen Seiten stimmt nach wie vor bedenklich. Die Erwartungen im B2B werden durch individuelle Online-Erfahrungen geprägt – auch von Unternehmen wird online ein hohes Service-Level erwartet. Einfach nutzbare Seiten, die auch bei der Recherche unterwegs alle Informationen unkompliziert zur Verfügung stellen, werden erwartet. Eine schnelle mobile Website ist heute nicht mehr Wettbewerbsvorteil, sondern Grundvoraussetzung.

So groß die Rolle der Geschwindigkeit in der Digitalisierung aktuell ist – bei den Websites wird ihr anscheinend nach wie vor noch nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt.

 

Die gesamte Studie gibt es hier zum Download:
Studie Page Speed Top 250 Unternehmerseiten Oberösterreich 2019 

Hier finden Sie außerdem den Bericht der Oberösterreichischen Nachrichten: Heimische Firmen haben im Internet viel Luft nach oben (Martin Roithner, 19.11.2019)

Zur Methode

Für diese Studie wurden die URLs der Top 250 Unternehmen aus Oberösterreich 2019 mittels des von Google öffentlich zur Verfügung gestellten Analysetools „PageSpeed Insights“ hinsichtlich der Parameter „mobile Seitengeschwindigkeit“ und „Seitengeschwindigkeit der Desktopversion“ verglichen.

„PageSpeed Insights“ wertet die Ergebnisse nach einem Punktesystem in drei Kategorien aus: GrünGelb und Rot. Im grünen Bereich landen nur Top-Performer, die im Gesamtscore auf mindestens 90 von 100 Punkten kommen. Als mittelmäßig bis gut können Ergebnisse im gelben Bereich qualifiziert werden (50-89 Punkte). Wer im roten Bereich liegt, erfüllt nicht einmal ein Mindestmaß und erreicht somit keine 50 Punkte.

2019 gab es bei der Punkteskala eine Veränderung zum Vorjahr.

Grün: [2018] >80  –   >90 [2019]

Gelb: [2018] 60-79  –   50-89 [2019]

Rot: [2018] <60  –   <50 [2019]

Zu bedenken gilt, dass es bei der Desktopversion in der Regel einfacher ist, bessere Ergebnisse zu erzielen als bei der mobilen Version. Bei der Punktevergabe für mobile Websites werden in PageSpeed Insights strengere Bewertungskriterien herangezogen.

Die Ergebnisse wurden getrennt für die mobilen Websites und die Desktopversionen aufbereitet. Für die Auswertung der Leistungsfähigkeit wurden nur die unmittelbar von der Website abhängigen Aspekte berücksichtigt (u. a. Serverkonfiguration, Bilder und der Einsatz von Werkzeugen zur Ressourcenkomprimierung wie JavaScript, CSS, HTML).

Faktoren, die sich auf Netzwerkanbieter beziehen, wie z.B. Signalstärke, wurden nicht berücksichtigt.

 

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